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ERFAHRUNGSBERICHT

Adrian Wangerin (Januar 2007)
Bericht 1 von 3

 

 
 
Hallo, mein Name ist Adrian Wangerin, ich bin 16 Jahre alt und ich komme aus Stuttgart. Ich bin gerade über Weihnachten und Silvester wieder zu Hause, nachdem ich 4 Monate in Toronto, Kanada verbracht habe wo ich das Upper Canada College besucht habe. Schon als ich klein war, habe ich mir vorgestellt, für ein Jahr nach Amerika zu gehen. Als ich mehr und mehr Informationen bekam und mir mehr und mehr Organisationen kennen gelernt habe, wurden aus einem Jahr plötzlich zwei Jahre und aus Amerika plötzlich Kanada. Ich habe beschlossen meinen Abschluss in Kanada zu machen, weil ich mit der deutschen Schule nicht zufrieden war und mit dem Internationalen Baccalaureat eine geniale Alternative hatte. Außerdem reizten mich die Erfahrungen einer sehr guten Privatschule in der multikulturellsten Stadt der Welt.
Am 27. August ging es dann endlich in die neue Welt. In der ersten Woche habe ich nördlich von Toronto mit meinen Eltern Urlaub gemacht, in der ich ständig an die neue Schule dachte und es irgendwie auch nicht abwarten konnte. Endlich kam dann der Tag und ich wurde von meinen Mitschülern und Mitbewohnern sehr lieb aufgenommen. Ihre ausgeprägte Offenheit und Hilfsbereitschaft hat mich sehr beeindruckt, da ich das von deutschen Schulen nicht kannte und somit auch nicht gewohnt war.
Die ersten Monate in der neuen Schule waren schwer aber nach einiger Zeit habe ich mich sehr gut eingelebt und auch das sprachliche Problem verschwand auch allmählich. Jeden Tag Hemd und Krawatte in der Schule anzuziehen war am Anfang etwas ungewöhnlich, genauso wie nur Jungs um sich zu haben aber nach einiger Zeit habe ich mich daran gewöhnt und bekam Routine in den Alltag. Das Leben in einem kleinen Zimmer mit Roommate kann natürlich auch kompliziert sein, aber dadurch dass wir ermutigt wurden offen über unsere Probleme zu sprechen gab es keine Konflikte.
Akademisch waren die 4 Monate eine riesengroße Herausforderung für mich. Obwohl ich mich zu Hause intensiv vorbereitet habe, indem ich mehrere englische Bücher gelesen habe, hatte ich anfangs in den Fächern Biology, English und Maths große Probleme. Nur durch die Hilfe und dem Interesse der Lehrer konnte ich in den Klassen mithalten und komme jetzt sehr gut mit. Es muss aber auch dazu gesagt werden, dass dies nicht von alleine nach zwei Monaten kommt, sondern ich auch sehr viel und ich meine wirklich sehr, sehr viel dafür gemacht habe. 3-6 Stunden lernen am Tag ist nicht selten, aber dadurch, dass es jeder macht, ist es wirklich nicht so schlimm wie es sich anhört. Außerdem habe ich nur Fächer genommen, für die ich mich ich mich wirklich interessiere und somit hat die ganze Lernerei auch teilweise Spaß gemacht.
Ich kann zusammengefasst wirklich nur Positives über meine Schule und die Umgebung sagen, denn abgesehen von den exzellenten Lehrern und der Schule habe ich auch viele Menschen aus Ländern wie Spanien, Italien, Dubai, Pakistan, Trinidad & Tobago, Indien und Jamaica kennen gelernt, die meinen Horizont um einiges erweitert haben. Am 8. Januar geht es wieder nach Kanada und ich freue mich auch darauf.

football

Auf dem Bild bin ich links und mein Freund Sid aus Italien rechts, kurz nach dem Footballtraining.

 

 
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