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ERFAHRUNGSBERICHT

Carla Thomas (August 2006)
Bericht 2 von 2

 

 
  Jahresbericht

Ich bin jetzt seit einem Monat aus St. Johnsbury zurück und ich kann nur sagen, dass es bis jetzt die beste Erfahrung meines Lebens war.
Natürlich gibt es sehr viele neue und manchmal auch sinnlose Regeln an die man sich gewöhnen muss, wenn man mit so vielen anderen Leuten zusammen auf einem großen Schulgelände lebt, doch ist es einfach genial mit allen Freunden zusammen in einem Haus oder auf einem Campus zu leben. Es ist immer was los, und mit jedem entstehen sehr verschiedene und persönliche Beziehungen.
In den Ferien bin ich fast immer mit anderen internationalen Freunden verreist, und habe in New York, auf den Bahamas oder auf Aruba die besten Urlaube die man sich vorstellen kann erlebt.
Schulisch gesehen, ist der Unterricht in Deutschland meiner Meinung nach weit anspruchsvoller, doch bekommt man in Amerika wesentlich mehr Hausaufgaben.
Man sitzt häufig lange am Schreibtisch um alles zu Erledigen.
Die Lehrer sind immer ansprechbar, und geben sich die größte Mühe einem zu helfen, wobei sie auch häufig ohne Zögern Extrastunden einlegen. Vor allem mit den Lehrern die auf dem Campus leben, entsteht immer eine sehr gute Beziehung und manchmal auch sehr gute Freundschaften.
Die Schüler müssen morgens um 7:20Uhr das Dorm verlassen haben, und sind nach der Schule die bis 2:46 Uhr geht verpflichtet an einer so genannten „Afternoon Activity“ teilzunehmen, sofern sie in keiner Sportmannschaft sind. Als diese gelten alle Clubs, die montags bis donnerstags angeboten werden. Es gibt jeden Tag eine Auswahl von ca. 5 bis 6 Clubs in die man gehen kann, was nicht heißt, dass man sie regelmäßig besuchen muss. Also geht man einen Dienstag in den Yoga-Club, und den nächsten Dienstag in den Fashion-Club. Auch Musikinstrumente üben zählt als „Afternoon Activity“, Hauptsache man sagt einem Lehrer bescheid der einem als Kontrolle einen Zettel unterschreibt auf dem steht woran man teilgenommen hat.
Es gibt in jeden Dorm auch so genannte „Student Proctor“, als einer von diesen musste ich einmal die Woche morgens durchs Haus rennen und alle aufwecken, und dann nachmittags im Gemeinschaftsraum sitzen, damit jemand da ist. Dafür musste ich das Dorm nicht mehr um 7:20 verlassen, und war auch nicht mehr verpflichtet „Afternoon Activities“ zu machen.
Das Essen ist natürlich nicht mit dem zu Hause zu vergleichen, aber die Auswahl war immer sehr groß, und meistens war für jeden etwas dabei.
Wir hatten jeweils 4 Mädchen und 4 Jungendorms, durften in den Dorms des anderen Geschlechts zwar rein, aber nur in den Gemeinschaftsraum und – das gab es in jeden Dorm- in den Keller in dem man sich im Winter immer mit allen getroffen hat oder Filme geschaut hat wenn es draußen zu kalt war.
Der Winter war sehr kalt und schneereich, wir hatten sogar 2 „Snowdays“ an denen aufgrund zu starkem Schneefall keine Schule war, was aber angeblich auch eine extreme Ausnahmesituation war.
Insgesamt ist es einfach wunderbar ganz alleine und weit weg von zu Hause ein Leben aufzubauen und so viele neue Freunde aus alle Welt kennen zu lernen.

 

 
 

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