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ERFAHRUNGSBERICHT

Anna Schaberger Oktober 2006)
Bericht 5 von 5

 

 
 

Mein Spring Break war voller Abenteuer und schöner Erfahrungen. Meine Reise sollte in den Süden, nach Oklahoma City gehen. Dies begann etwas unglücklich, als ich am Flughafen feststellen musste, dass ich falsch gebucht hatte. Nachdem ich mit meiner Fluggesellschaft verhandelt und meine Eltern angerufen hatte, buchte ich letztendlich ein neues Ticket. Leider war die “günstigste“ Variante doch sehr teuer und mit 6-mal Umsteigen verbunden. - Dumme Sache. - Doch zu diesem Zeitpunkt konnte mich schon nichts mehr schockieren und 12 Stunden später landete ich tatsächlich in Oklahoma City. Der Rest der Ferien war sehr schön, da ich Besuch von zu Hause bekam und bei Freunden wohnte. Auch Lebensweise und Art der “Oklahomer“ war verschieden zu den “Mainern“. Ich hatte sehr viel Spaß das unter anderem kennen zu lernen und mir einen besseren Eindruck von Amerika und seinen Gegensätzen zu verschaffen. Ich besichtigte Indianerreservate, ging auf eine Oldtimermesse, schaute riesigen Ölpumpen zu und und und….

Die letzte Zeit an der Gould Academy war sehr aufregend und emotional.

Erst die große, letzte Musical/Theateraufführung für das Schuljahr 2006, in der ich als Tänzerin mitwirkte. Viele Proben bis spät nachts nahmen viel meiner Zeit ein. Doch es sollte sich lohnen, die Aufführung lief fast wie geplant, bis auf wenige Zwischenfälle. Voller Stolz und Freude feierten wir die gelungene Aufführung und unser letztes gemeinsames Stück. Dazu sollte ich erwähnen, dass die meisten meiner engsten Freunde mitspielten, dem zu Folge war das letzte Stück des Schuljahres leider auch ein Anzeichen dafür war, dass mein Jahr in Amerika zu Ende ging. Trotzdem genossen wir noch einmal das Gefühl etwas gemeinsam geschafft zu haben, was uns allen in Erinnerung bleiben wird. Gerade mir haben beide Theaterstücke, in denen ich mitwirkte, persönlich viel gebracht. Es war eine sprachliche Herausforderung und stärkte mein Selbstbewusstsein.

Nach der Aufführung nahm ich mir Zeit, um mit meinen Freunden die letzten Wochen zu genießen. Inzwischen war es recht warm geworden und wir verbrachten viel Zeit draußen. Ob wir nun nur in der Sonne lagen oder ob wir lernten, in den Zimmern war keiner mehr zu finden. Da ich zu meinen Freunden nach Hause eingeladen war, war ich an Wochenenden meist unterwegs. Kurzum, wir unternahmen so viel es ging, denn bald darauf sollte die “Examsweek “wieder beginnen.

Die Zeit verging schnell und schon bereitete ich mich auf meine Endexamen vor, fing an meinen Rückflug zu organisieren, Päckchen mit Winterklamotten und anderen Sachen nach Hause zu schicken, mein Zimmer auszuräumen, meine Pflanze zu verschenken und so weiter und so fort. Selbst als “ Examsweek“ war, konnte ich bei all den vielen zu erledigenden Sachen kaum glauben wie die Zeit verflog. Tja, und da stand ich nun und hatte nun noch 2 Tage, bevor ich nach Hause zurückfliegen würde. Fassen und verstehen kann man so was in dem Augenblick gar nicht. Man bekommt eine wage Vorstellung wenn man anfängt seine Koffer zu packen, doch dass sich seine Welt durch einen Flug so schnell komplett wieder verändern würde, das war unfassbar.
Aus Feiern, Lachen, aufgeregten Anrufen von Freunden und Familie daheim, liebevollen Umarmungen, Nummern Austauschen, Weinen, und Winken bestanden die letzten Stunden.

Sowie dem verzweifelten Ziehen an meinen viel zu schweren Koffern. Doch ich bekam sie eingecheckt, und begab mich zu Sicherheitskontrolle, wo ich wie immer (unerklärlicherweise) einen Pfeif-Ton auslöste. Es stellte sich heraus, dass meine Stiefel höchstverdächtig waren und gecheckt werden mussten. Als sich diese als ungefährlich herausstellten, begab ich mich in mein Flugzeug. Nicht ohne Abschiedsschmerz verließ ich nun endgültig Amerika. Goodbye America! I will never forget…

 

 
 

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