Zu erst einmal zu meiner Person: Ich heiße Bastian Peters bin seit 2 Wochen 17 Jahre alt und komme eigentlich aus Reinbek bei Hamburg. Dieses eigentlich sagt schon fast alles. Seit ca. 8 Wochen heißt mein neues Zuhause Webb School Bell Buckle in Tennessee. In Amerika bin ich allerdings schon seit 12 Wochen.
Wie alles anfing:
Anfang dieses Jahres schoss meiner Mutter auf einmal die Idee 1 Jahr Amerika in den Kopf. Nach einigem langen zögern entschied ich mich für das Jahr Amerika und für die Webb School. Nach meinem Realschulabschluss ende Mai ging es in die Vorbereitung für Amerika. Nach mehreren Versuchen einen frühen Termin für das Visa zu finden und etlichen Diskussionen über das mitzunehmende Gepäck ging es nach einer sehr schönen Abschlussfeier los.
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Am 15. Juli stieg ich total übermüdet in den Flieger Richtung Washington D.C in die Summerschool Mercersburg Academy. Das ungewisse Gefühl was mich seit rund 2 Wochen vor der Abreise begleitete verschwand erstmals als ich den Fahrer traf der mich zur Schule brachte. Dort angekommen gab es das 1. Mal „American Dinner“ welches nicht wirklich das Beste war aber ich musste mich damit abfinden da ich wusste, dass es die nächsten 10 Monate wohl kaum besser werden würde.
Am Montag war es dann soweit. Es ging das 1. Mal in den Unterricht und am Abend gab es die 1. für mich sehr ungewohnte Studyhall. Ich war es als deutscher Realschüler nicht gerade gewöhnt jeden Tag mindestens 2 Stunden Hausaufgaben zu machen und zusätzlich noch zu lernen. In den ganzen 4 Wochen der Summerschool lernte ich noch einige Deutsche kennen die das Erlebnis Amerika mit mir teilen und es mir leichter machten zu hause zu vergessen.
Am 18. August ging es dann endlich in die Webb School. Spät abends dort angekommen zeigte man mir mein Zimmer und fuhr mit mir um 1 Uhr nachts zu Wall-Mart um noch alles Wichtige einzukaufen. In den ersten Tagen wirkte alles noch sehr fremd allerdings merkte ich schnell, dass die sehr kleine Webb School wie eine große Familie ist. Als Zimmernachbarn bekam ich einen sehr typischen Amerikaner mit dem ich seitdem ich hier bin sehr viel Spaß hatte und auch noch weiterhin haben werde. Er selbst ist 16 Jahre alt und wirklich alles was ihn interessiert ist sein “baby“. Nein es ist nicht seine Freundin oder sonst etwas. Mit seinem „Baby“ meint er seinen Truck einen etwas älteren Chevrolet Pick up Truck der rund 25 Liter auf 100 Kilometern schluckt. Zu erst war es etwas ungewohnt mit ihm durch die Gegend zu „cruisen“. Nun weiß ich es zu schätzen ein Roomate mit einem Auto zu haben. Denn Tennessee ist sehr „Country“. Alles wird hier sehr locker angegangen und fast jeder hört hier zu der alt bekannten Country Music. Von seiner Familie wurde ich sofort eingeladen ein Wochenende oder die Ferien bei ihnen zu verbringen. Was ich auch schon getan habe und wirklich ein Erlebnis war.

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Nach der ersten sehr anstrengend Schulwoche in der neuen ungewohnten Schuluniform wurde alles viel „normaler“. Die Lehrer hier an der Schule waren von Anfang an sehr entgegenkommend. Einige opferten ihre Freizeit um mir Nachhilfe in Mathe oder englische Literatur zu geben. Sport wird hier an der Webb School GROSS geschrieben. Ich bin Mitglied des Golfteams und seit 3 Wochen in der Vorbereitung auf die lang ersehnte Basketball Saison welche am 14.11 endlich beginnt.
Nach nun rund 4 Monaten ist so langsam der Alltag eingekehrt. Man kennt sich aus und weiß was Sache ist. Ich arbeite im Moment auf die langersehnte Thanksgiving break hin in der ich endlich mal relaxen kann. Danach ist die Zeit kurz bis zur Christmas break in der es nach Hause geht für rund 2 Wochen.
In einigen Momenten wenn die Hausaufgaben vermutlich unschaffbare Größe annehmen und die Tests immer mehr werden wünscht man sich schon einmal für eine Woche nach hause zu fliegen, allerdings überwiegen die tollen Erlebnisse und schönen Momente, sodass dieser Gedanke schnell wieder verfliegt. |
In den ersten 4 Monaten Amerika hatte ich schon so viele positive Momente, dass sich der ganze anfängliche Stress gelohnt hat.
To be continued!