Mein ganz persönliches Abenteuer Amerika begann tatsächlich am 5. September 2006 in Boston mit 60 kg Gepäck, guten Wünschen von daheim und dem Willen allen zu zeigen, dass ich es schaffen werde.
Auf dem Vorbereitungsseminar von ssb hieß es: „Seid offen anderen Kulturen gegenüber“. Ich hab bereits in den ersten Tagen neue Freunde aus Spanien, Taiwan und von den Philippinen gefunden und festgestellt, dass es kein Nachteil ist, dass ich der einzige deutsche Junge an der Lawrence Academy bin.
Das ständige „Hey, how are you?!“ gilt bei vielen Europäern als Beweis dafür, dass Amerikaner oberflächlich sind. Ich habe dagegen festgestellt, dass Amerikaner hilfsbereit sind, offen auf andere Menschen zugehen und sich sehr wohl für andere Länder interessieren. Ihre Sicht der Dinge ist manchmal anders, vielleicht sogar gewöhnungsbedürftig, aber genau das war einer meiner Gründe an eine amerikanische Schule zugehen. Ich wollte diese Sicht der Dinge kennen und verstehen lernen.
Sport ist ein wichtiger Bestandteil des Tagesablaufs und ist ein prima Ausgleich zum intensiven Unterricht. Eine weitere angenehme Eigenschaft der Amerikaner ist, dass sie sehr sportbegeistert sind und die meisten von ihnen sind echte Teamplayer.

Nach drei Monaten ist die Lawrence Academy „meine“ Schule geworden. Ich fühle mich wohl, und wenn ich in der Pause auf dem Campus einem meiner vielen neuen Freunde begegne sage ich natürlich „Hey, how are you?!“.
Zum Ende des Herbstterms gab es zwei spannende Fragen. Wie würde die Exams ausfallen und wie ist es, in einer amerikanischen Familie Thanksgiving zu feiern. Ich bin mit meinen Exams zufrieden und ich weiß, dass ich im nächsten Term noch besser sein werde. Die Ferienwoche war ein besonderes Erlebnis, dass ich sehr genossen habe. Es hat mir so gut gefallen, dass ich auch die Weihnachtsferien in einer amerikanischen Familie verbringen werde.