Rückblick auf 2 Jahre an einer reinen Jungenschulen
Es ist schon ein komisches Gefühl. Vor zwei Jahren habe ich mich auf in die USA gemacht, in ein Land das mir bis dato noch total unbekannt war. Vor zwei Jahren habe ich mit gemischten Gefühlen meine lange Reise angetreten. Um ehrlich zu sein habe ich auch etwas an meiner Entscheidung gezweifelt, aber jetzt habe ich festgestellt dass das nur berechtigte Ängste und Sorgen waren die jeder kurz vor seinem Abflug bekommen wird. Auf jeden Fall habe ich mich schneller an die ungewohnte Umgebung und Kultur gewöhnt als angenommen. Nach dem ersten Halbjahr habe ich mich dann sogar schon entschlossen ein zweites Jahr dranzuhängen, obwohl ursprünglich nur ein Jahr geplant war. Und die Zeit verging … Ich konnte es mir kaum vorstellen, aber die zwei Jahre sind wie im Winde vergangen. Ich hatte einfach soviel zu tun, dass ich kaum an zu Hause gedacht habe. Meine Senior Graduation war dann der krönende Abschluss, der mit vielen Emotionen verbunden war. Es war schon hart als ich meine Realschule in Deutschland verlassen musste, aber ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen dass mein Senior Abschluss mit noch traurigeren Momenten verbunden sein würde.
Jetzt bin ich schon wieder seit einem Monat in Deutschland. Der gefürchtete “Reentry shock“ ist bei mir ausgeblieben. Ich habe mich unerwartet schnell wieder an zu Hause gewöhnt. Meine Freunde haben mir sehr beim wiedereinfinden geholfen. Jetzt ist wieder alles beim Alten, und alles was bleibt sind Erinnerungen, Bilder, und neue Adressen. Ich habe noch Kontakt zu vielen Freundschaften die ich in den zwei Jahren gegründet habe. Alle haben gesagt, dass ich immer bei ihnen zu Hause willkommen sein würde. Dieses Versprechen werde ich nächstes Jahr auch einhalten, denn ich plane wieder für ein paar Wochen in die USA zu fliegen.
Die letzten zwei Jahre waren soweit die zwei tollsten Jahre meines Lebens. Ich habe neue Menschen, neue Kulturen, und neue Gewohnheiten kennen gelernt die meinen Charakter im positiven Sinne geprägt haben. Ich habe jetzt jede Menge Kontakt Adressen, auch außerhalb der USA, die später bestimmt von wertvoller Bedeutung sein werden. Ich kann nur noch einmal sagen: Es lohnt sich auf jeden fall ins Ausland zugehen, und sei es nur für ein Jahr. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, dann sollte sie auch unbedingt genutzt werden. Denn die Erfahrung die Ihr machen werdet, ist unbezahlbar und wunderschön.
Max Franke
Kiski Graduate
Class of 2007