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ERFAHRUNGSBERICHT

Maximilian Franke (September 2005)
Bericht 1 von 3

 

 
 
Hallo, ich bin Maximilian Franke, bin 16 Jahre alt und komme aus Ibbenbüren (NRW), eine recht kleine Stadt am Teutoburger Wald.
In meiner Freizeit spiele ich Fußball und Beachvolleyball, und jogge auch mal gerne.
Im Sommer fahren wir, also meine Familie und ich, immer nach Borkum, das ist eine kleine Insel in der Nordsee, wo auch mein Opa wohnt. Dort kann ich auch Beachvolleyball spielen auch Windsurfen.
Wenn dann die kalte Jahreszeit anbricht, fahre ich mit meiner Familie, oder mit einer Jugendgruppe auch mal in die Alpen, wo man sehr schön snowboarden kann.
Natürlich habe ich auch Freunde, mit denen ich fast jedes Wochenende was unternehme.
Da ich ein enthusiastischer Dortmund – Fan bin, bin ich auch öfters im Westfalenstadion in Dortmund anzutreffen.
Bis vor kurzem war ich noch freiwilliger Mitarbeiter in der Christus-Gemeinde Ibbenbüren, wo ich mit andern Jugendlichen zusammen die Vorbereitung für die neuen Konfis (Konfirmanden / Konfirmandinnen) getroffen, aber auch an sozialen Projekten gearbeitet, habe.

Nun zu der Frage, wie ich auf die Idee gekommen bin, in die USA zu gehen, bzw. zu fliegen.
Schon von klein an, habe ich mich unheimlich für die USA interessiert.
In Fernsehreportagen und Serien habe ich schon früh gemerkt, was die Vereinigten Staaten für eine Vielfalt und Anzahl an unbegrenzten Möglichkeiten bietet.
Traumstrände, schneebedeckte Berge, unendlich weite Graslandschaften. Nicht zu vergessen die Sehenswürdigkeiten, die so zahlreich in de USA vorhanden sind.
Scheinbar eine eigene Welt.

franke

Es war der Sommer 2004. Ich war, wie eigentlich jeden Sommer, auf Borkum und lag am Strand. In diesem Jahr wohnten wir bei einer Freundin von meiner Mutter. Ihre Tochter kam gerade aus Schweden wieder. Dort ist sie 10 Monate zur Schule gegangen, und schwärmte nun förmlich von diesem tollen Schuljahr. Die schwedische Sprache konnte sie nun fast fließend sprechen, und Erfahrungen und neue Freunde hatte sie auch gleich mitgebracht. Meine Mutter war begeistert. Am nächsten Tag fragte sie mich, ob ich vielleicht auch nicht ein Jahr im Ausland machen würde. Ich sagte sofort, dass mir USA nicht schlecht gefallen würde, und somit leitete meine Mutter alles in die Wege.
Zuerst haben wir nur an ein ganz gewöhnliches Austauschjahr gedacht. Für 10 Monate an einer High School. Doch dann stießen wir ssb, die ihre Schüler nicht auf eine High School, sondern auf eine Boarding School, ein Internat, schicken.
Das war genau das Richtige. Eine Schule, die ihre Schüler auffordert etwas zu tun, zu lernen, und vor allem selbstständiger zu werden. Eine Schule, wo auch andere junge Männer und Frauen hingehen, um sich akademisch weiterzuentwickeln.
Nachdem ich dann auf dem Info Abend in Hamburg war, wo sich die verschiedenen Internate vorgestellt haben, und wo ich auch das erste mal Herrn und Frau Schiefer traf, war meine Entscheidung gefallen.
Die Wahl ist auf das Jungen-Internat Kiski gefallen.

Meine Vorbereitungen waren nicht allzu anstrengend. Seit ich mich bei Kiski beworben habe, bekomme ich regelmäßig Post von der Schule. Zum Beispiel Bücherlisten, Health Care Formulare, und Clothing Listen. Jetzt fingen meine Vorbereitungen erst richtig an.
Die Bücher die ich über den Sommer lesen musste, habe ich über Amazon.de oder Buch.de bestellt.
Für die Kleidung, die ich während meines Internataufenthalts tragen muss, wie Sakko und Hemden, musste ich schon einige schöne Tage opfern. Shoppen liegt mir nämlich nicht so  Dann musste ich noch zu verschieden Ärzten, um meine Gesundheit zu testen, und zu bestätigen lassen. Von der Schule war dies vorgeschrieben. Die formalen Sachen, wie den Flug, oder die Überweisung des Geldes usw., haben meine Eltern für mich geregelt.

Ah ja, bevor ich es vergesse, vom 24 – 27. Mai war ja noch das Vorbereitungswochenende in Bielefeld.
In diesen 4 Tagen haben wir uns hauptsächlich mit fremden Kulturen und ihren Eigenschaften auseinandergesetzt. Da die meisten von uns bisher noch nicht viele andere, fremde Kulturen kennen gelernt hatten, war dies natürlich ein interessantes Thema.
Zudem zeigte uns Herr Professor van den Berghs interkultureller Test, was wir schon wussten, und was wir noch dazulernen können. Und das war eine ganze Menge!!
Denn die Kultur formt die Menschen, die sie ausleben. Wenn man dann auf Menschen von verschiedenen Kulturen trifft, muss man genau aufpassen was man zu tun und was man zu lassen hat. Genau das hat uns Herr van den Bergh in Filmen, Beispielen und Tests gezeigt. Man muss eine fremde Kultur nicht nur verstehen, sondern auch respektieren. Das ist ein wichtiger Aspekt für eine Gemeinschaft, gar für eine Freundschaft.
Natürlich haben wir an diesem Wochenende nicht nur über fremde Kulturen und ihren Menschen geredet, sonder auch über die USA allgemein.
Die, die schon ein Jahr oder gar zwei in den USA/Kanada gewesen sind, haben ihre Erfahrungen an uns weiter gegeben. Sie haben uns erzählt wie sie mit dieser völlig neuen Lebensart umgegangen sind, und wie man sich am besten daran anpasst. Ihre Tipps waren für uns sehr wichtig und wissenswert.
Zudem wurden unsere Mathekenntnisse noch getestet, indem wir einen Mathe – Test absolvieren mussten. Manche schlossen den Test gut ab, und manche nicht. Ich gehörte leider zu denen die nicht so gut abgeschnitten hatten, naja:-/
Auf jeden Fall war dies ein sehr interessantes Wochenende. Ich habe viel über die Vereinigten Staaten und über fremde Kulturen gelernt und konnte mich auch mit Gleichgesinnten unterhalten. Die Eindrücke, die ich von diesem Wochenende mitgenommen habe, waren sehr wertvoll für mich, und haben mir einen ersten Blick in das bevorstehende Auslandsjahr gegeben.

So, jetzt sind es noch 4 Tage bevor es in die USA geht. Mittler Weile frage ich mich, was ich mir eigentlich dabei gedachte habe, einfach mal so für 10 Monate in die USA zu fliegen. Als meine Mutter mich gefragt hat, ob ich Lust hätte für ein Jahr in die USA zu fliegen, habe ich mir das eigentlich ganz einfach vorgestellt, doch jetzt zweifelt man schon so langsam an seiner Entscheidung.
Aber du weist, dass dieses Jahr eines der wichtigsten Ereignisse in deinem Leben werden wird. Du wirst total verändert wiederkommen. Selbstbewusster, offener und sozialer.
Nach diesem einen oder auch zweiten Jahr, hast du einmal mehr einen wichtigen Baustein für deine Zukunft gelegt.

 

 
 

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