| |
ERFAHRUNGSBERICHT
Sara Maatz (Januar 2010)
Bericht 3 von 6
Thanksgiving
Jetzt bin ich schon seit drei Monaten in den USA und habe schon unglaublich viel erlebt.
Ich war mit meiner Gastfamilie in New Jersey am Meer, bin schon viele Male in Philadelphia und auch
schon zweimal in Washington DC gewesen (habe Obama leider nicht zum Tee getroffen ;)). Ich bin bei
einem “Gay – Rights – March” mitgelaufen, war trick or treating an Halloween und bin schon viel in
Lancaster County unterwegs gewesen, da meine Gastfamilie dort wohnt. (Fuer alle, die es nicht
wissen: In Lancaster County wohnen die Amish und sie fahren nur Pferdekutschen und haben kein
elektrisches Licht.)
In der Schule hat sich jetzt alles geordnet, letzte Fragen wurden beantwortet und ich weiss, was jeden
Tag auf mich zukommt. Mittlerweile spiele ich nicht mehr Fussball, sondern mache “Total fitness”, was
mir auch viel Spass macht.
Am meisten gefaellt mir der Englischunterricht, weil wir dort viel selber schreiben, was mir gut liegt.
Unser Lehrer ist klasse und unsere Diskussionen sind irre spannend. Als Kunst – Fach habe ich
Photographie belegt und das macht mir wahnsinnig viel Spass. Wo immer ich also bin, mache ich
Photos, um sie spaeter selber zu entwickeln und zu drucken.
Ich habe ja in meinem ersten Bericht erwaehnt, dass ich schon Klarinette studiere und auch das kann
ich hier gut weitermachen. Ich fahre jede Woche nach Philadelphia und mache an der Settlement
Music School Kammermusik. Zudem habe ich jede Woche Klarinettenunterricht bei Ricardo Morales,
dem Soloklarinettisten des Philadelphia Symphony Orchestra. Es ist unglaublich, mit jemand so
Beruehmtem zusammen arbeiten zu duerfen und ich pofitiere schon jetzt davon. Er ist sehr nett und
witzig und ermoeglicht mir viele Konzertbesuche.
Oft besuche ich auch meine Gastfamilie, mit der ich mich sehr gut verstehe. Sie kuemmern sich
ruehrend um mich und ich kann immer auf sie zaehlen.
Ueber Thanksgiving bin ich nicht nach Hause gefahren, da meine Mutter mich hier besucht hat. Wir
hatten eine tolle Zeit bei meiner Gastfamilie, in Philadelphia und Washington DC. An Thanksgiving wird
hier traditionell immer Turkey gegesssen und das habe ich auch mit meiner Mama getan. Wir hatten
viele Einladungen fuer ein Thanksgiving - Dinner von Lehrern, Freunden und meiner Gastfamilie, aber
wir waren unterwegs und haben deshalb in einem Restaurant ein Thanksgiving – Menue gegessen.
Es war hart, als sie wieder fliegen musste, da ich mich viel zu schnell wieder an sie gewoehnt hatte :)!
Ich war ziemlich traurig darueber, habe viel geweint und waere am liebsten mit ihr nach Hause
geflogen, aber das haette ich bereut.
Ich finde es immer schwer, sich nach freien Tagen wieder in den Schulalltag einzuleben, aber nach ein
paar Tagen ist dann das Abschiednehmen vergessen und mein Kopf ist wieder voll mit Schule und
Freunden in Westtown.
Jetzt habe ich nur gute zwei Wochen Schule, bevor ich schon wieder Weihnachtsferien habe. Also, bis
bald. Ihr hoert von mir...
|
|