ERFAHRUNGSBERICHT
Johannes Thoenes (September 2009)
Bericht 1 von 2
Auf dem Weg nach Amerika....
Erlebnisbericht von Johannes Thönes, Leichlingen
Angefangen hat eigentlich alles mit einem Besuch bei meinem Patenonkel Jörg Schwarz vor gut einem Jahr. In dessen Büro fand ich ein „Jugendbild“ von ihm. Es zeigte ihn in einer Gruppe von Jungs , die ein Schuluniform trugen. Das Foto konnte wohl kaum in Deutschland entstanden sein. Auf meine Frage berichtete Jörg von seiner Schulzeit in der Salisbury-School in Amerika. Ich fand das alles sehr interessant, vor allem faszinierte mich die Freude, mit der er über diesen Aufenthalt berichtete. Jörg fragte mich, ob ich mir das auch vorstellen könnte, aber das war für mich damals noch viel zu weit weg. Das Thema „Amerika“ wurde schon realistischer, als ich mir langsam konkretere Gedanken über meine weitere Schullaufbahn machen musste. Wie sollte es nach der Mittleren Reife weitergehen?
Ich sprach darüber mit meinen Eltern und meiner Klassenlehrerin Frau Aders, die mich in meiner Idee bestärkten.
Würde ich das wirklich schaffen können?
Mut, diese Idee wirklich weiter zu verfolgen, machten mir vor allem die Gespräche mit Herrn Bruno Schiefer von ssb (Schul- und Studienberatung). Er schlug mir auf dem Hintergrund seiner langjährigen Erfahrung die KISKI Boarding School in Saltsburg (Pennsylvania) vor. Kurze Zeit später, im November 2008, hatte ich das Glück, Darrell Schmitt, Associate Director of Admissions der Kiski-School, auf einer ssb Informationsveranstaltung in Köln kennen zu lernen. Aus der anfangs noch vagen Idee wurde eine immer greifbarere Zukunftsperspektive.
Dies gab mir auch Motivation für einen möglichst erfolgreichen Schulabschluss der Mittleren Reife. Als sehr hilfreich empfand ich dabei die regelmäßigen Arbeitstunden mit meiner Tutorin Viola Schmelter, die selbst ein Jahr in Amerika als Austauschschülerin verbracht hatte und nicht nur bei der Bearbeitung der Englischlektüre eine wichtige Unterstützung war. Dies ist sie momentan auch noch: wir arbeiten zurzeit die Summer-Reading-Lektüre durch.
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg nach Amerika waren für mich die Seminartage in Dortmund. Das Seminar hat mir sehr geholfen. Es hat mir viele unnötige Sorgen erspart und sehr viel Nervosität genommen. Den Vortrag von Herrn Opgenhoff fand ich sehr gut. Er hat uns viele Informationen gegeben, darüber was uns in Amerika erwartet, was wir beachten müssen im Umgang mit anderen Mittschülern aus z.B. Asien.
Generell hat Dortmund mir auch einen Großteil meiner Ängste genom-men und ich habe nicht mehr das Gefühl „ins kalte Wasser springen zu müssen“.
Neben den letzten Vorbereitungen habe ich mit meinem Hobby, der Fotografie, beschäftigt. Im Laufe der vergangenen Wochen war ich wiederholt in einem örtlichen Altenheim, um dort eine Fotoserie mit dem Thema „alt werden“ für eine Ausstellung zu machen. Vielleicht lässt sich diese Serie auch in Saltsburg fortsetzen. Zum Beispiel mit einer Ausstellung...da gibt’s bestimmt auch einige Möglichkeiten.
Der Termin der Abreise rückt nun immer näher. Der Abschied fällt nicht so leicht. Eine Woche war ich jetzt mit meinen besten Freunden in Holland zelten. Ich werde bestimmt noch mehrfach „Abschied“ feiern (eigentlich ein falsches Wort dafür...), ich lasse wichtige Freunde hier in Deutschland zurück. Wir bleiben bestimmt im Kontakt. In der KISKI-SCHOOL werde ich hoffentlich schnell Kontakt finden, durch den „room-mate“ wird das bestimmt nicht schwer...
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