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ERFAHRUNGSBERICHT
Heidi May (Oktober 2009)
Bericht 2 von 4
Hallihallo,
vor ziemlich genau 6 Wochen bin ich hier in Toronto in Kanada angekommen, wobei es sich erst viel kürzer anfühlt. Wahrscheinlich, weil ich einfach rund um die Uhr beschäftigt bin.
Als ich vor 6 Wochen hier angekommen bin und die ersten paar Tage in den 1 ½ Wochen Vorbereitungszeit hier verbracht habe, habe ich mich schnell an die Leute, das Essen, mein Zimmer, das Teilen von Duschen und das Englischsprechen gewöhnt. Alle waren von Anfang an super nett zu mir und ich habe schnell Anschluss gefunden, wobei nicht alle Mädchen gleich offen waren. Das Essen war wider Erwarten super gut und auch mein Zimmer war besser als ich es erwartet hatte. Toronto ist eine ziemlich coole Stadt und das Beste ist, dass ich mich in 5-10 Minuten zu Fuß in der Stadtmitte befinde. Die Vorbereitungszeit war super hilfreich, weil man nicht gleich mit dem neuen Lebensstil und auch noch der Schule konfrontiert wurde.
Als dann die Schule angefangen hat, wurde das Ganze etwas schwieriger, weil ich so gut wie niemanden kannte und es nicht ganz einfach war, Tagesschüler kennenzulernen, weil hier doch eine gewisse Lücke besteht zwischen Boarding- und Tagesschülern. Dazu kam noch, dass die Menge der Hausaufgaben, im Vergleich zu Deutschland, richtig viel ist. Aber bisher hatte ich eigentlich nie Probleme sie zu erledigen, da man durch die 2-Stunden Studyzeit jeden Tag unter der Woche gezwungen ist, zu arbeiten. Die ersten paar Tage war es etwas ungewohnt, 2 Stunden Hausaufgaben machen zu müssen, aber für mich hat es sich als sehr hilfreich herausgestellt, da man in der Studyzeit eh nichts anderes zu tun hat und somit einfach seine Hausaufgaben erledigen kann. Was dann doch etwas ungewohnt war, war die Schuluniform, aber nicht im negativen Sinne. Es ist einfach super praktisch nicht jeden Tag darüber nachdenken zu müssen, was man anziehen soll, sondern einfach in die Schuluniform zu schlüpfen. Außerdem ist sie für eine Schuluniform sogar richtig schön und die Lehrer sind nicht allzu streng damit.
Um meine CAS (Creativity Action Service) Stunden, die man für das IB braucht, zu bekommen bin ich in das Cross Country Team eingetreten und bin nach einem Vorsingen Mitglied im Jazz- und Chamberchoir geworden. Bisher machen alle drei Sachen viel Spaß, auch wenn ich für Cross Country morgens sehr früh aufstehen muss und mich, weil es ja jetzt auch doch immer kälter wird, immer wieder überwinden muss, nicht weiter zu schlafen.
Vor ca. 2 Wochen hat meine Stufe für 3 Tage einen Trip gemacht, was wirklich dazu beigetragen hat, dass man auch die Tagesschüler besser kennengelernt hat.
So im Großen und Ganzen geht es mir sehr gut hier, das große Heimweh hat mich auch (noch) nicht überfallen, weil ich einfach rund um die Uhr mit Leuten zusammen bin und beschäftigt bin, sodass ich gar keine Zeit für Heimweh habe. Das Internatsleben ist richtig cool, weil es einfach nie langweilig wird, wenn man mit seinen Freunden zusammen in einem Haus lebt. Natürlich ist es schon eine große Umstellung von einem Leben zu Hause mit der Familie zu einem Leben, in dem man ziemlich viel auf sich alleine gestellt ist. Aber bisher läuft alles richtig gut und ich bin immer noch der Meinung, dass es die richtige Entscheidung war, hierher zu kommen.
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