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ERFAHRUNGSBERICHT

Heidi May (September 2009)
Bericht 1 von 4

Portrait Foto Heidi M.Hallo, mein Name ist Heidi May, ich komme aus Hofheim, einer kleinen Stadt in der Nähe von Frankfurt und werde in ungefähr einer Woche meine Reise nach Kanada antreten.
Dort werde ich die Mädchenschule Branksome Hall besuchen, die in Downtown Toronto liegt.
Für mich war eigentlich schon ziemlich lange klar, dass ich ein Auslandsjahr machen werde. Wahrscheinlich, weil meine Schwester mit guten Erfahrungen nach einem Jahr aus ihrer Schule in England zurückgekommen ist und weil es einfach eine einmalige Chance ist, die man ergreifen muss, nicht nur um neue Leute von überall aus der Welt kennenzulernen und sein Englisch zu verbessern, sondern auch um selbstständig und unabhängig zu werden. Es ist einfach die Gelegenheit mal etwas Neues auszuprobieren.
Auf ssb Nottebohm bin ich zum Einen durch das Internet gekommen, zum Anderen haben Bekannte uns diese Organisation empfohlen.
Da mein Abenteuer am 29. August beginnt, rennt mir inzwischen ein wenig die Zeit davon. Ich stecke bis zum Hals in Vorbereitungen. Diese bestanden bisher aus dem Lesen englischer Bücher, dem Anschauen von Chemie- und Mathevokabeln, wobei ich mich damit auch noch länger hätte beschäftigen können (haha) und natürlich dem Vorbereitungstreffen in Heidelberg. Die vier Tage waren mir persönlich eine große Hilfe, es hat Vorfreude hervorgerufen, aber auch viele Fragen geklärt und Ängste beseitigt. Was ich vor allem auch wichtig fand, dass das Vorbereitungstreffen schon wie ein kleiner Vorgeschmack auf das Auslandsjahr war, zwar war es nur eine Stunde von daheim entfernt und es dauerte nur 4 Tage, jedoch kam man dort ganz alleine hin und kannte niemand von den anderen Jugendlichen. Das Gute war einfach, dass man sofort Anschluss gefunden hat, auch wenn man niemanden kannte. Das hat mich zuversichtlich gestimmt, dass es in Kanada dann auch so sein wird. Die verschiedenen Sessions waren sehr informativ und auch die Stunden mit Professor van den Bergh werden sicherlich das ein oder andere Mal hilfreich sein.
Das Vorbereitungstreffen hat mir das Auslandsjahr auf jeden Fall ein Stückchen näher gebracht.
Jedoch kommt mir alles inzwischen wieder etwas unwirklich vor. Ich kann mir einfach gar nicht vorstellen, dass ich demnächst einfach in einem Flieger nach Toronto sitzen werde und dort auf eine Schule gehe, die für das nächste Jahr mein Zuhause sein wird. Aber dennoch freue ich mich und bin sehr aufgeregt. Zu den bisherigen Vorbereitungen ist jetzt auch noch das Packen hinzugekommen, welches mir dann doch irgendwie bewusst macht, dass es sehr, sehr bald losgeht. Aber trotz allen Ängsten und der Aufregung bin ich immer noch fest davon überzeugt, dass ein Auslandsjahr die richtige Entscheidung war. Natürlich werde ich mein Zuhause vermissen, meine Freunde und meine Familie und es gab schon den einen oder anderen Moment, wo vielleicht Zweifel aufkamen, aber ich bin trotzdem sehr zuversichtlich und hoffe einfach, dass eine ein tolles Jahr wird.
Ich freue mich auf jeden Fall auf das Auslandsjahr! …und werde dann in ca. 2 Monaten berichten, wie meine ersten Wochen dann tatsächlich waren.

 
 
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