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ERFAHRUNGSBERICHT
Carmen Strohm (Mai 2010)
Bericht 5 von 5
Gerade eben habe ich meine Flugbestätigung für den Flug zurück nach Deutschland bekommen und da bekam ich doch ein komisches Gefühl im Bauch. Es ist Anfang Mai, blauer Himmel und relativ warm und ich weiß, dass ich in genau 28 Tagen im Flugzeug zurück nach Hause sitzen werde. Auf der einen Seite bekomme ich jetzt schon Tränen in den Augen, meine Familie und alle meine Freunde endlich wieder in den Arm nehmen zu können, aber andererseits möchte ich hier nicht mehr weg. Ich habe so viele enge Freundschaften gefunden, die ich auf gar keinen Fall verlieren möchte. Bereits mehrere wurden schon nach Deutschland eingeladen und ich habe auch schon den ersten Besuch hierher geplant. Doch ich blase natürlich nicht nur Trübsal, sondern habe in den letzten drei Monaten noch viel erlebt. Nachdem ich von meiner Springbreak im Februar wiedergekommen bin, in der mich meine Eltern besucht haben und wir durch Kalifornien gereist sind, war es wieder schön, mit allen zu sprechen und sich über all das auszutauschen, was der andere erlebt hat. Das Springfeeling hatte begonnen und wieder ein schöner Abschnitt des Jahres. Auch meine Sportart wurde ein drittes Mal gewechselt und man glaubt es oder nicht, ich bin im Schwimmteam. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich dort enden werde, aber es macht riesig viel Spaß und ich habe viele nette Leute in meinem Team. Wir haben bisher jeden Wettkampf gewonnen und haben nächste Woche auch einen Teamabend, auf den ich mich schon sehr freue. Zusätzlich zum Schwimmen habe ich anstatt Kunst zweimal die Woche Tanzen, was wirklich optimal ist, um Teamsport und Tanzen zu verbinden. Gestern hatten wir dann unsere Tanzaufführung und ich hatte trotz Lampenfieber viel Spaß auf der Bühne. Mal wieder konnte man sehen, wie einfach es ist, neue, ganz verschiedene Menschen kennen zu lernen, was einer der großen Erfolge meines Jahres ist. Vor drei Wochen hatten wir ein langes Wochenende (ja, wieder mal :D), wo ich dann von meiner Freundin eingeladen wurde, mit ihr nach LA zu fahren. Es war unglaublich, LA mal als Nicht-Tourist zu sehen, an den Strand zu gehen und mit Freundinnen zu shoppen. Es hat Spaß gemacht, ihre Familie kennen zu lernen und auch ihre Freunde von zuhause, vor allem, weil ich alles verstehen konnte und auch viele Komplimente für mein Englisch bekommen habe. In zwei Wochen dann ist unser langerwarteter Prom. Ich habe auch schon ein Kleid gefunden und zusammen mit Freunden, Date und allen anderen werden wir hoffentlich einen wunderschönen Abend verbringen, bevor ich dann meine letzten Abschlussarbeiten schreiben werde, versuchen werde, meine zwei Koffer wieder zu packen (und wahrscheinlich verzweifle, weil es viel zu viel ist), mich von einem wunderschönen Ort mit vielen netten Lehrern und Schülern mit Tränen verabschieden werde und hoffe, dass ich sie bald wieder besuchen werden kann und dann heißt es GOODBYE CALIFORNIA AND HELLO AGAIN GERMANY!!!
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