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ERFAHRUNGSBERICHT

Carmen Strohm (September 2009)
Bericht 1 von 5

Hallo,
ich heiße Carmen Strohm, bin 16 Jahre alt und komme aus Düsseldorf.
In genau drei Wochen werde ich mein Leben hier in Deutschland unterbrechen und im Flieger nach Kalifornien sitzen, wo ich für neun Monate die Stevenson School in Pebble Beach besuchen werde.
Ich bin eigentlich durch meine Freunde auf ein Auslandsjahr gekommen, die entweder selber ein Aufenthalt in den USA geplant hatten oder schon Erfahrungen dort gesammelt hatten und sie mir berichtet haben. Anfangs habe ich jedoch gezweifelt, da ich nicht einfach in irgendein Land und auf irgendeine Schule wollte. Auf die Stevenson School in Kalifornien bin ich dann durch eine Nachbarin gekommen, die dort ihr elftes Schuljahr verbracht hat und sehr zufrieden war. Dort kann ich meine Hobbies, das Tennis spielen und das Tanzen weiter führen und auch von schulischer Seite her nach dem Jahr hier in die 12. Klasse einsteigen. Seit ich von dieser Möglichkeit wusste stand mein Traum ein Jahr meiner Schulzeit genau an dieser Schule zu verbringen fest und dank ssb und meinen Eltern werde ich diesen sehr bald verwirklichen.
Damit dieses Jahr den größtmöglichen Erfolg für mich bringt gehörten in den vergangenen Monaten und gehören natürlich auch in den kommenden Wochen einiges an Vorbereitung dazu.
Angefangen mit den englischen Büchern und Filmen, die ich gelesen bzw. gesehen habe, die Fächerwahlen, die Beantragung des Visums bis hin zum Vorbereitungswochenende.
Dieses Wochenende fand Anfang Juni in einer Jugendherberge in Dortmund statt. Wir, die ssb-Schüler, wurden in vier Gruppen aufgeteilt (Brave Bears, Mighty Moose, Lucky Lions und Clever Cats), die über das Wochenende eine Art Wettkampf hatten. Am Tag hatten wir immer zwei Sessions, in denen Dinge wie die amerikanische Kultur, das Leben an einer Boarding School, wichtige Regeln und das besondere Schulsystem in Amerika erklärt, erarbeitet und besprochen wurden. Diese waren wirklich sehr hilfreich, auch wenn es oft sehr viele Informationen auf einmal waren. Am Ende jeder Session gab es immer einen kleinen Test, für den es Punkte für die verschiedenen Gruppen gab. Abends wurde dann Kreativität, Geschick und Intelligenz bei den verschiedenen Veranstaltungen wie der Talentshow und den Rollenspielen zur Problemlösung in Konfliktsituationen, der Olympiade oder dem Quiz über Amerika gefragt, denn auch dafür gab es Punkte.
Pünktlichkeit, Engagement und Fairness gab ebenso Punkte. Dieser Wettkampf zwischen die einzelnen Gruppen stärkte vor allem den Teamgeist, die Zusammengehörigkeit und den Ehrgeiz in der Gruppe, die auch später an unseren Boarding- Schools wichtig sind.
Aber allein schon die vielen Gespräche mit gleichaltrigen in derselben Situation waren hilfreich. Auch die Gespräche mit den Ehemaligen, die teilweise gerade frisch aus ihrem Jahr zurück gekehrt waren, beruhigten mich persönlich sehr.
Besonders interessant war auch die „Interculture Session“ mit Herrn Opgenhoff, der und das Zusammenleben vieler verschiedener Kulturen veranschaulichte und mir erst richtig bewusst machte, wie wichtig das auch für meinen Auslandsaufenthalt ist.
Insgesamt war dieses Wochenende mit all seinen Informationen ein sehr wichtiger Teil meiner Vorbereitung und wahrscheinlich auch der angenehmste.
In den kommenden Wochen werde ich dann meine Koffer packen, die letzten Bücher lesen, mein Visum endlich in Empfang nehmen, meine Checklisten durchgehen, meine ab und zu auftretenden Zweifel in den Hintergrund drängen, mich einfach auf ein tolles Jahr freuen und vor allem aber auch die letzte Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden genießen, bevor es heißt GOODBYE GERMANY AND HELLO CALIFORNIA!!!

 
 

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