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ERFAHRUNGSBERICHT

Stella Peisker (August 2008)
Bericht 1
Hier finden Sie alle Stella Peisker Berichte aus 2007/08

 
 

Zurück in meine zweite Heimat!

Die Entscheidung für ein weiteres Jahr nach St. Johnsbury zu gehen, habe ich mir wirklich nicht leicht gemacht. Es gab Momente des Zweifels, einige Tränen sind geflossen, aber ich weiß genau, dass ich es mein ganzes Leben lang bereuen würde diese Chance nicht genutzt zu haben. An das Abschiednehmen habe ich mich mittlerweile auch gewöhnt und jetzt kann meinem zweiten Jahr nichts mehr im Wege stehen. Ich freue mich schon unheimlich all meine Freunde und Lehrer wieder zu sehen und als „Senior“ auf dem Campus zu leben. Die Eingewöhnung wird mir dieses Mal auch um einiges leichter fallen und ich bin schon sehr gespannt auf die neuen Schüler, mit denen ich für ein Jahr zusammen leben werde.
„Warum ein zweites Jahr in Amerika verbringen?“, werde ich andauernd gefragt und muss dann den Leuten erklären, wie gut es mir dort gefallen hat. Es ist einfach eine Erfahrung alleine im Ausland zu leben und etwas selbst auf die Beine zu stellen. Das schulische Umfeld ist mit Deutschland nicht im Geringsten zu vergleichen und zum ersten Mal hat mir der Unterricht wirklich Spaß gemacht. Vor Klausuren wird nicht so viel Stress gemacht und bei Problemen kann ich immer zu meinen Lehrern gehen, die auch nach dem Unterricht bereit sind sich mit mir zu beschäftigen. Schüler und Lehrer bauen in diesem Umfeld auch ein ganz anderes Verhältnis auf. Während ich in Deutschland noch nicht einmal weiß wo meine Lehrer wohnen, spiele ich in Vermont mit den Kindern meiner Englischlehrerin, die auch zu einer meiner engsten Freundinnen geworden ist. Für mich persönlich ist eine „Boarding School“ eine wunderbare Erfahrung, denn ich werde schulisch gefordert, kann mich nachmittags meinen Hobbys widmen und das in einer familiären Atmosphäre in einem anderen Land, fern von Deutschland. Ich werde bei meinen Zielen unterstützt und verbringe viel Zeit mit Menschen aus anderen Nationen, was oftmals in einem Chaos endet, wenn auf Spanisch, Deutsch, Französisch und Englisch herum geschrien wird. Mir macht das Leben in St. Johnsbury einfach nur Spaß und jeder Tag, egal wie schrecklich er anfängt, wird zu einem einmaligen Erlebnis.

Die dreimonatigen Sommerferien habe ich zu Hause in Köln verbracht, aber nicht ohne mit meinen neuen Freunden aus aller Welt zu schreiben. Die Welt ist für mich einfach ein bisschen zusammen gerückt und es ist überhaupt nicht mehr unvorstellbar mit Korea, Japan oder Mexiko in Kontakt zu sein. Ich habe in dieser Zeit auch Besuch von Freunden aus dem Ausland bekommen und mit den anderen Deutschen von meiner Schule ein Wochenende zusammen verbracht, um sich einfach noch einmal zu sehen und über unser gemeinsames Jahr zu reden. In St. Johnsbury haben wir alle zusammen gelebt und ich bin mir sicher, dass diese engen Freundschaften noch lange bestehen werden!

Freunde

Bei unserem Wiedersehen in Wuppertal! Natürlich mit Stockbrot und Marshmallows am Lagerfeuer, wie wir es auch schon in Amerika gemacht haben!

In zehn Tagen geht meine Reise nach Amerika los und es wird ein neues und aufregendes Jahr für mich werden, dass ich dann mit einem Abschluss und einem tollen „Senior Prom“ dort beenden werde, aber bis dahin wird hoffentlich noch so einiges passieren!

 
 
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