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Hey There!
Ich bin Paul, 15 Jahre alt und werde das 10. Schuljahr in Tennessee verbringen, genauer gesagt auf der "Webb School" in Bell Buckle. Nach langem hin- und herüberlegen zwischen allen englischsprachigen Ländern bin ich auf SSB - Nottebohm gestoßen, die Organisation hat mir besonders gut gefallen, weil ich mir, aufgrund ihrer überschaubaren Größe, viel persönliche Hilfe versprach, die ich auch immer bekommen habe.
Nach einem Interview, in dem mich Frau Nottebohm von den Vorteilen Amerikas überzeugen konnte kam ich zu einem Treffen im "Intercontinental"-Hotel, wo sich jede Schule vorstellte, die mit SSB zusammenarbeitet. Die "Webb School" gefiel mir aber besonders, da sie in einem kleinen beschaulichen Ort liegt, der der krasse Gegensatz zu der Großstadt ist, in der ich jetzt lebe, und weil auch die Schule eine überschaubare Größe aufweist.
Michele, ein angehender Student, der gleich zwei Jahre auf der Webb School verbrachte, erzählte mir begeistert von den familienähnlichen Verhältnissen untereinander und trug weiter zu meiner Favorisierung der "Webb School" bei. Nachdem ich mich für die Schule entschieden hatte, wurden uns viele Materialien mit haarklein erklärten Anleitungen zum Ausfüllen der Papiere (Bewerbung, Visum, "Summer Reading") geschickt.
Die intensivste Vorbereitung fand allerdings In Dortmund statt: ein Wochenende lang verbrachte ich mit einer Vielzahl anderer nach USA oder Kanada reisender Jugendlichen und wurde mit Englisch- und Mathetest auf das bewältigen der dortigen Schule vorbereitet.
Interessant war vor allem das intensive Behandeln von interkulturellen Themen, Differenzen und Problemen, die in den USA oder Kanada auftreten, wenn man aus Deutschland kommt. Dazu hatte Frau Nottebohm Dr. van den Bergh aus der Schweiz, ein Experte für interkulturelle Kompetenzen, eingeladen. Er erklärte uns anschaulich und anhand vieler Erfahrungen, die er gesammelt hatte, was die einzelnen Stereotypen verschiedener Kulturen sind und inwiefern sie zutreffen.
Nach dem tollen Wochenende in Dortmund, bei dem uns übrigens auch "Ehemalige" erzählt haben, wie sie ihr Jahr erlebt hatten, kam der Endspurt. Das Ende des Schuljahres rückte näher und damit auch die Abreise nach USA. Ich verabschiedete mich von Freunden und Verwandten und konzentrierte mich auf die zu erledigenden Dinge. Nach all dem Stress war ich froh, endlich im Flugzeug zu sitzen, auch wenn der Abschied von meinen Eltern und meinem Bruder nicht leicht fiel.
Jetzt gerade bin ich schon in Tennessee und habe die ersten Tage hinter mir. Mein erster Eindruck ist positiv: die Lehrer scheinen ihre Arbeit wirklich zu mögen und meine Mitschüler sind zum größten Teil sehr offen außerdem ist das Wetter (im krassen Gegensatz zu Hamburg) zur Zeit sehr gut.
Wie es allerdings wirklich ist, kann ich jetzt noch nicht sagen, ich hoffe aber, dass ich, wenn ich mich in ein paar Monaten wieder melde, nur Gutes berichten kann.
Bye!
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