ssb-nottebohm header
Junge und Mädchen
 

 

 

   englische Flagge Englisch

 

     
  ERFAHRUNGSBERICHT

Jonas Walkembach (Oktober 2008)
Bericht 2 von 2

 
 

Der erste Monat ist geschafft …. Und ich freue mich auf die Nächsten!

Nach einer knapp 20-stündigen Reise habe ich am 20. August zum ersten Mal die Pforten der Virginia Episcopal School durchschritten. Unglaublich müde aber glücklich, fiel ich dann um 11 Uhr nachts ins Bett. In den nächsten Tagen hatten wir eine sehr informative und schöne Einführungsphase mit Mrs. Burruss und Mr. Csatlos, unsere International Students Advisor. Wir waren einkaufen und haben uns diverse Sehenswürdigkeiten in Lynchburg angesehen. Außerdem konnten wir schon mal ins Fußballtraining einsteigen, da zeitgleich mit unseren Orientierungstagen ein „Early Camp“ für Fußball stattfand.

Die ersten Schulwochen waren ein bisschen hart und ich habe mich ein bisschen überrumpelt gefühlt bei der Masse an Hausaufgaben und vor allem Leseaufträgen. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und wird auch immer schneller. Zum Ende der ersten „Markingperiod“ sieht mein Zeugnis jetzt ganz vielversprechend aus und ich konnte den scharfen Augen des „Study Hall“ Aufsehers entfliehen und habe jetzt die Möglichkeit alleine auf meinem Zimmer zu lernen, was deutlich entspannter ist.

Ein weiterer ganz entscheidender Unterschied zu einer deutschen Schule ist der Stundenplan. Hier ist jeden Tag ein bestimmter Stundenplan vorgesetzt und die Fächer rotieren durch. Dadurch hat man jedes Fach jeden Tag, was den Lernerfolg im Vergleich zu einer deutschen Schule deutlich steigert, weil man sich mit den Fächern die man gewählt hat deutlich intensiver beschäftigt, aber dafür weniger Fächer als in Deutschland hat. Außerdem ist der Unterricht hier deutlich individualistischer, was bedeutet, dass die Klassen deutlich kleiner sind und der Lehrer/ die Lehrerin intensiver auf jeden einzelnen Schüler eingehen kann. Diese individuelle Förderung macht auch sofort im eigenen Arbeitsverhalten bemerkbar, weil man den Lehrer mehr als einen Mitarbeiter als einen Chef ansieht. Ich habe hier im Vergleich zu Deutschland viel mehr das Gefühl, dass ich für mich selbst arbeite anstatt für den Lehrer. Das gibt mir dann auch noch mal eine extra Motivation.

Während des ersten Trimesters habe ich viel Zeit mit auf dem Fußballfeld verbracht, wo ich auch die meisten meiner amerikanischen Freunde gefunden habe, da man zwei Stunden Minimum am Tag zusammen verbringt. Deshalb würde ich auch jedem raten zumindest im ersten Term irgendeine Form von Teamsportart zu machen, weil das meiner Erfahrung nach der einfachste Weg ist Freunde zu finden, mal abgesehen natürlich vom „Dormleben“, wo man immer mit irgendwem zusammen ist, sei es „Roommate“ oder Nachbar.

Zum Schluss möchte ich die Unterstützung von SSB erwähnen, die mir in den ersten Wochen hier sehr zu Gute kam. Zusätzlich zu den Dingen die ich im Vorbereitungsseminar gelernt habe, kamen Herr und Frau Schiefer auch noch über den großen Teich, um sich persönlich zu versichern, dass es uns gut geht und es uns an nichts fehlt. Was ich für meinen Teil definitiv behaupten kann.
 
 
Übersicht
  |  Bericht 1 | Bericht 2