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ERFAHRUNGSBERICHT

Daniela Klaile (September 2007)
Bericht 1 von 5

 
 

portraitHey, ich bin Daniela Klaile oder auch einfach nur ‚Dani’. Ich bin 16 Jahre alt und komme aus Stuttgart. Mein nächstes (11.) Schuljahr werde ich an der St. Johnsbury Academy (SJA) in Vermont (USA) verbringen. Um euch, die später auch einmal ein Jahr weg gehen wollen, einen kleinen Eindruck zu geben, wie alles so abläuft wenn man für eine längere Zeit nicht zu Hause ist, schreibe ich nach und nach Berichte.
Ich fange gleich an mit dem Vorbereitungswochenende von ssb.
Da ich im Süden von Deutschland wohne, habe ich mich am 21.06.07 auf den Weg zum Zug (über Mannheim) Richtung Weinheim gemacht. In der JuHe wurden wir erst einmal von dem ganzen ssb-Team begrüßt und haben ein T-Shirt, Namensschildchen und eine Mappe mit so einigem Wichtigen darin bekommen. Wir wurden in 3 verschiedene Gruppen eingeteilt und dann ging es auch schon los. Über 4 Tage verteilt haben wir alles über Kultur, das Leben an einer Boarding School, die Regeln und unsere Gesundheit (Versicherung) gelernt. Außerdem haben wir unsere Fächerwahl vorbereitet, bei der uns von Fr. Nottenbohm und Fr. Urbahn-Schiefer geholfen wurde. Aber es war nicht nur Lernen sondern auch Spaß angesagt. Es gab eine Talent Show, Olympische Spiele, ein Rollenspiel, jeden morgen ‚Jogging for fun, health and joy’ und auch Freizeit in der wir Billard und Tischkicker spielen konnten oder auch einmal gar nichts machen. Jeden Abend gab es eine ‚Sign in’ und ‚Lights out’ Zeit. So wurden wir schon einmal auf das Leben im Internat vorbereitet. Am Samstag bekamen wir Besuch von Prof. van den Bergh. Zuerst wussten wir nicht was auf uns zukommt und hatten gar keine Lust darauf, aber später war es dann ganz lustig was man so über andere Kulturen (nicht nur Nord-Amerikanische) erfahren konnte. Als sonntags die Eltern dazu kamen, konnten wir viel berichten. Wir alle haben uns ‚gut vorbereitet’ gefühlt und das lag nicht nur an den Einheiten mit ssb, sondern auch daran, dass wir alle einmal mit Leuten reden konnten auf die das selbe zukommen wird und die vielleicht auch die selbe Ängste und Probleme haben.Und da auch frühere Teilnehmer von ssb da waren, die uns viel zu berichten hatten, freute ich mich jetzt noch mehr auf das Jahr über dem See.
Nachdem ich zu Hause ankam ging nicht nur wieder die Schule los, sondern ich hatte auch noch viel vorzubereiten. Mein Termin beim Konsulat stand bevor, die Versicherung musste abgeschlossen werden, ein Heft von der St. Johnsbury Academy musste ausgefüllt werden und langsam fing es auch noch an ein bisschen im Bauch zu kribbeln, denn die ganze Verabschiedungen standen bevor.
Im Konsulat in Frankfurt lief alles problemlos. Ich musste mich zuerst für die Anmeldung anstellen, bei der ich den Antrag für das Visum (I-20) und die Zahlungsbestätigung bereithalten sollte. Später wurden wir in 4er-Gruppen hereingelassen und alles wurde durchleuchtet. Man musste alles im Eingangsbereich abgeben (z.B. Schirm) und hat dafür eine Nr. bekommen mit der man alles später wieder abholen konnte. Elektrische Geräte wie Handy, mp3-Player usw. durften gar nicht mitgenommen werden (auch nicht ausgeschaltet, nicht einmal mit in den Eingangsbereich). Also am besten alles zu Hause lassen und nur Papierkram mitnehmen. Am besten ihr habt alles schon fertig ausgefüllt und alle Unterschriften vorbereitet, dann habt ihr, nachdem ihr eine Nr. gezogen habt, am Schalter auch keine Probleme. Wenn alles okay ist, müsst ihr noch einen Fingerabdruck abgeben und schon dürft ihr wieder gehen. Und denkt immer daran, wenn ihr freundlich auf die Menschen zugeht und alles ehrlich beantwortet, kann euch gar nichts passieren. Ich war z.B. schon fast aus dem Konsulat draußen, da wurde ich von einem Beamten zurückgerufen, ich war erst total geschockt und fragte, ob noch was fehlen würde und er meinte ganz gelassen, er wolle mir nur die Tür aufmachen (‚puh…’).
Das mit der Versicherung war auch recht schnell geregelt. Von ssb bekamen wir die Empfehlung eine ‚CareMed’-Versicherung abzuschließen, also kündigten wir meine jetzigen Versicherung auf 23.08. (mein Flugdatum) und machten einen Vertrag für 10 Monate bei CareMed. An der SJA muss man auch die Schulversicherung abschließen, diese muss man aber nicht zahlen wenn man die andere Versicherung nachweisen kann.
Das Heft, das ich von der SJA bekommen habe, war schnell ausgefüllt. Das Einzige, was länger dauerte, waren die Berichte von meinem Hausarzt. Da ging es um alle möglichen Impfungen und Untersuchungen die man gemacht haben muss.
Da ich die ersten 2 Ferienwochen Waldheimbetreuer war, habe ich mich erst heute mit der Mappe, die ich damals von ssb bekommen habe, beschäftigt und deswegen auch heute erst erfahren, dass ich von der SJA aus noch ein Buch, das ich aus einer Liste aussuchen darf, lesen und danach bearbeiten muss. Ich habe damit kein Problem, da ich Englisch genauso schnell lesen (und verstehen) kann wie Deutsch (ich habe vor 2 ½ Jahren angefangen englische Bücher zu lesen), aber ich will euch trotzdem den Tipp geben: Schaut euch die Mappe früher an als ich, und auch nicht nur die ersten paar für euch interessanten Seiten, sondern alles, denn die Information war auf der letzten Seite.
Für mich laufen jetzt noch die letzten Vorbereitungen wie z.B. alle Klamotten raussuchen, die ich mitnehmen will und Namensschilder reinbügeln bzw. nähen (Tipp: www.etikettenagentur.de), mich auf Mathe vorbereiten, das heißt das Vokabular schon einmal lernen und alles herrichten was ich sonst noch so mitnehmen will. Nebenher will ich noch einmal alle meine Freunde und Verwandten treffen (Abschiedsparties sind schon vorbei) und ein bisschen Ferien wären auch nicht schlecht. Also wie ihr seht, hab ich noch einiges zu tun, ach ja meinen Laptop vorbereiten muss ich auch noch.
Und jetzt mache ich mich an die Arbeit.
Ich werde mich Anfang September wieder melden, wenn ich meine ersten Startwochen und (hoffentlich nicht zu vielen) -Probleme hinter mir habe.
Bis dann,
Grüße
Eure Dani
 
 
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