Virginia Episcopal School im Profil
Wie ist das Leben im Dorm?
Es gibt insgesammt 3 Mädchen und 4 Jungendorms, jeweils für die unterschiedlichen Altersstufen. Ich wohne in dem größten Mädchendorm, in dem alle Mädchen der 11. und 12. Klasse wohnen. Das Leben hier ist niemals langweilig, denn kleine Dormparties und andere spaßige Aktionen frischen das Schulleben immer wieder auf. Wohnen in einem Dorm bedeutet aber näturlich auch, dass man weniger Privatsphäre hat. Man lebt zu zweit in einem Zimmer, teilt sich das Bad mit 8 Mädchen, muss Mülldienste übernehmen, sich Zeiten für das Nutzen der Waschmaschienen einteilen und muss auch sonst auf alle Rücksicht nehmen so gut man kann.
Generell ist es ein kompletter Kontrast zu Familienleben zuhause. Der Tagesablauf ist immer festgelegt und es gibt absolut keine Ausnahmen was das Einhalten der Regeln angeht.
Wie ist der Zustand der Dorms?
Auf der VES ist es nicht erlaubt die Dorms des jeweils anderen Geschlechts zu betreten, was bedeutet, dass ich nicht sagen kann, wie die Jungendorms aussehen. Der Zustand der Mädchendorms ist gut. Es gibt einen komplett neuen Dorm für 9. Klässler und die zwei anderen Dorms sind schon etwas älter aber trotzdem noch in sehr gutem Zustand. Die Zimmer haben zwei Betten, Schreibtische, Kommoden, Regale und Schränke. Sachen wie Bettwäsche,Mülleimer, Schreitischlampe und Telefon muss man sich selbst kaufen. Gleich nach der Ankunft bietet die Schule deshalb Trips zu Läden, in denen man alles besorgen kann was man benötigt, an.Wem an einem schönen Zimmer mit Atmosphäre liegt, kann ohne weiteres aus den kalhlen Zimmern eine sehr gemütlich Bleibe machen.
Wie ist der Unterricht?
Das Unterrichtsniveau hängt ganz von den Kursen ab die man wählt. Es gibt “regular”, “honors” und “AP” Klassen. Soweit ich das beurteilen kann, sind die meisten “regular” Kurse sehr einfach und nehmen nicht viel Zeit in Anspruch. “Honors” und vor allem “AP” Klassen sind auf jeden Fall auf dem selben Niveau wie Klassen in Deutschland. Man hat viele Hausaufgaben und muss Projekarbeiten abgeben, sowie umfassende Tests schreiben.
Das schöne an dem Unterricht hier ist definitive die Klassengrösse. In keinem Fach hab ich mehr als 12 andere Schüler, die mit mir den Kurs belegen. Das ermöglicht eine entspannte Atmosphäre, in der alle Arbeit, die erledigt werden muss, mit individueller Betreung des Lehrers geschafft werden kann. Man hat jederzeit die Möglichkeit mit Lehrern persönlich über das Unterrichtsmaterial zu sprechen. Englischaufsätze, zum Beispiel, gehe ich bevor der Abgabe mit meiner Lehrerin durch, sodass sie mich auf Unklarheiten und Fehler aufmerksam machen kann. Dieses Treffen haben die Qualität meiner Aufsaetze von Anfang des Jahres bis jetzt um ein vielfaches verbessert. Generell ist die Einstellung der Lehrer eine andere: Lehrer hier wollen, dass die Schüler gute Noten schreiben und sind bereit zusammen mit den Schülern darauf hinzuarbeiten.
Was macht man in der Chapel?
Von Montag bis Donnerstag ist eine Versammlung in der Kappelle im Stundenplan fest integriert. Jedoch ist nur mittwochs ein religiöser Gottesdienst. An den anderen Tagen wird neben einem kurzen Gebet noch etwas vorgetragen, von Schülern, Lehrern oder Leuten von auserhalb. Es ist wichtig zu wissen, dass viele Schüler und Lehrer sehr religiös sind, was einfach zu der Kultur in den Südstaaten der USA gehört. Jedoch wir man in keinster Weise dazu gedrängt den selben Glauben zu haben oder sich intensiver seiner Religion zu widmen.
Wie ist das Essen in der Schule?
Als Internatsschüler isst man dreimal täglich in der Dining Hall. Das Essen dort ist für eine Cafeteria gut, jedoch sollte man nicht erwarten, dass alles wie selbstgemacht oder zuhause schmeckt. Man hat immer mehrere Optionen. Salatbuffet, Toast, Sandwichbar, Müsli, Cornflakes, frische Früchte, Suppe und eine Kochplatte für Eier oder Reis stehen bei jedem Gericht zur Verfügung. Zusätzlich gibt es noch ein Buffet, das sich von Tag zu Tag verändert. Es gibt immer Tage an denen das ganze Buffet super lecker ist und dann Tage and denen man auf nichts das angeboten wird Hunger hat, aber die Vielfältigkeit des Angebots erlaubt es ein bisschen wählerisch zu sein.
Was macht man an Wochenenden?
Am Wochenende bietet die Schule immer Programm an. Man kann zum Essen oder ins Kino gehen, sich Sportevents innerhalb und manchmal außerhalb der Schule anschauen oder einfach auf dem Campus bleiben (die Hallen, der Fitnessraum, die Students Lounge und das Schwimmbad mit kleiner Liegewiese sind immer geöffnet). Außerdem gibt es wöchentliche Tripps zu Kroger (Lebensmittelladen), Target Shopping Center (verschiedene Geschäfte wie Target, Barnes and Nobles, Best Buy und Dick’s) und der Mall. Es gibt auch immer Lehrer oder Dormparents die bereit sind Schüler zu fahren. Wochenenden sind nicht das Spannenste, aber auch dabei kommt es immer drauf an was man daraus macht.
Wie ist die Stadt Lynchburg?
Der Campus der VES liegt am Rande der Stadt Lynchburg im Südlichen Teil von Virginia. Die Stadt ist von der Einwohnerzahl realtiv groß, aber dadurch, dass alles ziemlich ausgestreckt ist wirkt es deutlich kleiner. Es gibt Teile in denen viele Geschäfte oder Restaurants sind, aber man kann nicht wirklich von einen Stadtzentrum sprechen. Das macht es recht schwierig sich fortzubewegen.
Wie das Sportangebot?
Jeden Nachmittag sind alle Schüler verpflichtet an verschiedenen Sportangeboten teilzunehmen. Das Training dauert im Schnitt 2 Stunden und ist je nach Sportart mehr oder weniger anstrengend. Für Mädchen wird Hockey, Lacrosse, Basketball, Cross Country, Leichtatletik, Volleyball, Schwimmen, Fitnessclub und Golf angeboten. Jungen haben die Möglichkeit Football, Fußball, Lacrosse, Golf, Schwimmen, Cross Country, Wrestling, Baseball oder Leichtatletik zu machen. Die Sportart wir mit jedem neuen Trimester gewechselt und somit hat man eine gute Abwechslung.