Hi, ich heiße Alexander Biederstädt und bin 16 Jahre alt. Bis vor drei Wochen bin ich in Köln in die 10. Klasse der Liebfrauenschule gegangen. Sie heißt so, weil es sich um ein erzbischöfliches Gymnasium handelt, in dem noch heute Nonnen leben. Ab demnächst werde ich die Fountain Valley School in Colorado besuchen.

Das bin ich |
In meiner Freizeit spiele ich gerne Tennis, treffe mich mit Freunden und begeistere mich von Zeit zu Zeit für die unterschiedlichsten Aktivitäten. Das größte und spannendste Projekt war vor kurzem ein zehnminütiger Actionfilm, den ich für den Kunstunterricht geschrieben, organisiert und geschnitten habe.
Ich spiele nicht nur Tennis, sondern bin auch sonst für Sport zu haben. Im Sommer windsurfe ich, im Winter gehe ich Ski- und Snowboardfahren. Zuhause bin ich häufig mit dem Rad und Freunden im nahe gelegenen Stadtwald unterwegs.
Außerdem interessiere ich mich stark für Musik, spiele Klavier und Gitarre und mixe Musik am Computer.
Wie kam also es dazu, dass ich mich für einen Auslandaufenthalt entschieden habe?
Seit ich klein war, habe die USA toll gefunden. Seit ich mit 7 Jahren eine Zeit dort verbracht habe, war es immer mein Wunsch, noch einmal hier hinzukommen. Außerdem haben mir meine Eltern schon früh von einem möglichen Jahr in den USA erzählt.
Natürlich lernt man nebenbei fließend Englisch und trifft eine völlig neue Umgebung.
Grund genug also, sich Informationen zu einem Auslandaufenthalt zu holen. |
Warum ssb?
Mitte der 9. Klasse war ich mit meinen Eltern auf einer Messe, wo sich eine Flut von Organisationen vorgestellt hat. Schnell wurde mir klar, dass ssb eine intensive Rundum Beratung anbietet. Schon in den ersten Minuten hatte Herr Schiefer für mich eine Boarding School gefunden, die ganz auf meine persönlichen Interessen zugeschnitten ist. Sie bietet u.a. Ski, Tennis, Mountainbiking. Dass sich diese zu meiner endgültigen Entscheidung herauskristallisieren würde, zeigt, finde ich, wie genau das Team der ssb auf die verschiedenen Schüler eingeht und eine gute Auswahl vorschlägt.
Warum Fountain Valley School?
Der Katalog von ssb bietet eine Reihe beeindruckender Schulen, die sicherlich alle eine gute Wahl wären – akademisch wie auch sportlich und künstlerisch. Trotzdem muss man sich ja für eine Schule entscheiden. Bei mir waren der weitläufige Campus mit einem eigenen Reitstall, neun Tennisplätzen, idyllischer Lage mit Skigebiet, moderne Computerausstattung nur einige Gründe, die Fountain Valley School auszusuchen.
Mittlerweile habe ich den wichtigsten Grund selbst kennen- gelernt. Die Amerikaner, die mir bis jetzt hier begegnet sind, kommen sofort auf mich zu, sprechen mich an und sind erfreut und interessiert, Leute aus dem „fernen“ Deutschland kennen zu lernen.

Wie sahen nun die letzten Wochen vor dem Abflug aus?

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Während meiner Umwelt von Tag zu Tag mehr und mehr bewusst wurde, dass ich nun längere Zeitnicht mehr in Köln sein würde, war ich nie richtig nervös und habe den Abschied gar nicht richtig reali-siert. Da ich die nötigen Vorbereitungen wie z.B. das Visum frühzeitig erledigt hatte, blieb in den letzten Tagen viel Zeit, um meinen Abschied mit meinen Freunden zu feiern. Da sehr viele von meinen Freun-den auch ins Ausland gehen und das Wetter zu gemütlichen Grillabenden einlud, gab es fast jeden Abend etwas zu feiern.
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Trotzdem gab es in der Zeit einiges zu tun. Nachdem ich online meine Kursauswahl getroffen hatte, bekam ich bald Post, in der die Summer Homework für AP Biology und die Reading List für American Literature enthalten war. Diese beiden Aufgaben haben viel Zeit in Anspruch genommen und mir einen ersten Vorgeschmack auf die Art zu lernen an meiner neuen Schule gegeben. Jedoch haben mir insbesondere die Aufgaben in Biologie Spaß gemacht, die ich zum Teil online lösen musste. Zeichnungen und einen Aufsatz muss ich in der ersten Biologiestunde abgeben.
Die beiden Bücher (Into the wild/Uncle Tom’s Cabin) waren spannender als ich gedacht hatte und da ich früher oft englische Bücher gelesen habe, waren sie kein großes Problem.
Um schneller in die englische Sprache einzutauchen, habe ich Uncle Tom’s Cabin gleichzeitig als audio book (Viele kriegt man einfach im iTunes Music Store.) gehört.
Das kann ich jedem empfehlen, der sich noch etwas auf die Sprache vorbereiten will. DVDs sind natürlich auch toll, da man sie ja immer auf Englisch schauen kann.
Das Vorbereitungsseminar von ssb
Ungefähr zwei Monate vor der Abreise in die USA fand ein von ssb organisiertes Vorbereitungstreffen statt. Es war lange angekündigt und wir hatten einen engen Zeitplan zu dem, was wir machen würden. Trotzdem war ich ziemlich gespannt, was mich genau erwarten würde.
Es war schließlich das erste Mal, all die anderen Auslandsreisenden zu treffen.
Das Seminar dauerte vier Tage, was im Gegensatz zu anderen Organisationen recht lang ist.
Wie schon gesagt, gehen viele Schüler aus meiner Klasse auch ins Ausland. Von ihnen habe ich meisten nur ein Nachmittagsseminar mitbekommen.
Bei dem Seminar hat sich auch dann auch endlich herausgestellt, was einem in vorherigen Treffen bereits angedeutet wurde – andere Länder haben andere Kulturen!
Das hört sich jetzt nicht sonderlich neu an, denn jeder weiß eigentlich, dass dies so ist. Jedoch weiß man meistens nicht, dass das Verhalten und die Reaktionen der Leute in anderen Kulturen ganz unterschiedlich sein können von denen in Deutschland.
Während des Seminars wurden diese häufig überraschenden interkulturellen Unterschiede angesprochen, und es wurde gemeinsam überlegt, wie man am besten damit umgeht.
Herr van den Bergh, ein interessanter und freundlicher Professor aus der Schweiz war extra für uns aus Zürich angereist, um mit uns genau über dieses Thema zu sprechen.
Wir haben einen Film geschaut, indem ein Klassenraum mit lauter Schülern unterschiedlicher Kulturen gezeigt wird. In diesem Film geht vieles schief, weil die einzelnen Schüler nicht verstehen, warum ihre Mitschüler aus anderen Ländern so reagieren. Mit Professor van den Bergh haben wir über diese Probleme gesprochen und festgestellt, wie verschieden Höflichkeit oder Respekt in den einzelnen Kulturen gezeigt werden. Hierbei gab es vielerlei interessante kulturelle Unterschiede, von denen ich bis zu dem Treffen noch gar nichts gehört hatte.
ssb kümmert sich vor allem darum, andere Kulturen verstehen zu lernen und nicht bloß ein Jahr im Ausland zu leben. Das finde ich besonders gut im Gegensatz zu anderen Organisationen, die eine nicht so intensive Vorbereitung bieten.
Mittlerweile bin ich schon in den USA angekommen und habe einen ersten Blick auf den wunderschönen Campus geworfen. Der erste Eindruck, den man von den Leuten hier bekommt ist, dass sie sehr offen und total freundlich sind. In wenigen Tagen habe ich meinen ersten Schultag und ich bin schon super gespannt, was mich so erwartet. |
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