So inzwischen bin ich hier schon seit drei Monaten und es gibt viel zu erzählen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll... Naja es ist ein super Campus hier, es gibt alles was man sich vorstellen kann und eigentlich kann einem hier kaum langweilig werden wenn man alle Möglichkeiten ausnutzt. Es gibt ne wirklich gute Bibliothek wo man schön relaxen kann und ruhe zum Lernen hat und gerade jetzt wo es anfängt richtig kalt zu werden ist es mit dem Kamin hier drinnen richtig gemütlich und man kann sich auch mal nur zum Reden hinsetzen (naja "kalt" ist hier für die Leute bei -5 Grad noch nicht der richtige Begriff; hier wird es bis zu -40 Grad kalt aber für mich als Kölner ist das natürlich unvorstellbar und ich frier mir jetzt schon den A**** ab =) ).
Aber das Beste an der ganzen Schule sind für mich die Sportanlagen: es gibt Fußballplätze, einen Hockeyplatz, einen Footballplatz, Basketballplätze und eine gute Leichtathletikanlage. Dazu eine riesige Sporthalle mit Kraftraum und Schwimmbad. Auch der Rest vom Campus ist klasse...Einziger Minuspunkt ist das Essen was hier serviert wird, für mich der Hauptgrund für Heimweh=)
Nun aber zu meinem Leben hier: ich muss sage, dass die Amerikaner allesamt viel offener sind als die Deutschen und dass es einem viel einfacher fällt Freunde zu finden. Auch wenn ich leider Erfahrung mit Rassismus bezüglich Deutschland oder einfach nur weil ich kein Amerikaner bin machen musst. Was sich aber ziemlich leicht klärt, wenn man die Personen mal fragt, wie viel von der Welt sie schon gesehen haben und da man fast immer als Antwort irgendwelche US Staaten aufgezählt bekommt, kann man solche Leute einfach als unwissend abstempeln und ihnen sagen, dass sie sich erst mal die Welt anschauen sollen, bevor sie weiter so reden.
Ansonsten hab ich hier schnell viele nette Leute kennen gelernt und auch richtig gute Freunde gefunden und nach zwei Wochen kam schon die erste Einladung mal auf ein Wochenende mit zu demjenigen nach Hause zu gehen, was dann aber ziemlich gewöhnungsbedürftig war weil es in der betreffenden Familie anscheinend normal ist seine Mutter mit B**ch anzureden...aber trotzdem war es ne schöne Erfahrung ein Wochenende in einer komplett fremden Familie zu verbringen, besonders weil ich fast wie ein Mitglied der Familie behandelt wurde. Die einzige Sache worauf man bei solchen Trips achten muss sind Alkohol und Drogen. Mir wurde direkt was angeboten, aber auch abgelehnt was immer die beste Entscheidung ist, da im Laufe des Jahres schon an die 10 Leute wegen Drogen aus der Schule geflogen sind und auch regelmäßig Tests gemacht werden.
Zu meinem Englisch Kenntnissen kann ich nur sagen dass ich mich unglaublich verbessert hab, ziemlich flüssig spreche und auch schon die meiste Zeit in Englisch denke, was am Anfang ne richtig komische Erfahrung ist weil man dann versucht in Deutsch zu denken, sich aber zwei Minuten später wieder erwischt. Sonst weiß ich nicht was ich sonst noch erzählen soll. Also bis aufs nächste Mal... Jonas